Energie speichern statt zurückgeben: Wie nützlich ist eine Hausbatterie?

Veröffentlicht: 8. Juli 2023 um 13:42 Uhr

Gute Nachrichten für alle, die eine Solaranlage auf dem Dach und überschüssige Energie haben. Die Hausbatterie - die zur Speicherung überschüssiger Energie verwendet werden kann - wird immer zugänglicher. Auch in den Niederlanden gibt es jetzt ein Unternehmen, das eine solche Batterie vertreibt. Wird bald jeder ein solches Gerät zu Hause haben?

Besitzer von Solarmodulen, die mehr Strom erzeugen als sie verbrauchen, speisen ihn in das Netz zurück. Dafür erhalten sie jetzt noch eine Vergütung, aber in Zukunft werden sie für einen immer geringeren Teil des zurückgespeisten Stroms entschädigt. Ab 2031 wird das Net-Metering sogar ganz abgeschafft. Die Batterie ermöglicht es den Haushalten, die an sonnigen Tagen erzeugte überschüssige Energie zu speichern und später zu nutzen.

In Zeiten, in denen ein Haushalt zu wenig Strom aus seinen Solarmodulen übrig hat, wird dieser normalerweise aus dem Netz bezogen. Aber die Hausbatterie kann in solchen Zeiten den zuvor gespeicherten Strom abwerfen.

VVD

"Sie können die Batteriesoftware so einstellen, dass sie lädt oder entlädt. So bleibt die Stromrechnung für alle so niedrig wie möglich", sagt Roeland Nagel, der mit seinem Unternehmen Charged die erste niederländische Batterie auf den Markt bringt. 

Maßgeschneidert

Seine Batterie können Sie kaufen, wenn Sie bereits Sonnenkollektoren zu Hause haben, je nachdem, welche Art. "Manche Hersteller wollen, dass die Batterien nur mit ihren eigenen Wechselrichtern funktionieren. Wir hingegen wollen, dass Wechselrichter A auch mit Batterie B funktioniert und umgekehrt, so dass sie überall funktionieren kann."

Warum

Darüber hinaus profitiert auch das Stromnetz in Vierteln mit Stromproblemen davon, so Nagel. "Wenn genügend Menschen in einem solchen Viertel auf eine solche Batterie umsteigen, verringert sich das Risiko von Ausfällen. Sie reduzieren die Netzspannung insgesamt ein wenig."

Langer Atem

Der Professor für Energiespeicherung Mark Huijben von der Universität Twente ist positiv gestimmt, glaubt aber, dass die Hausbatterie nur auf lange Sicht eine finanzielle Lösung darstellt. "Erst wenn der Netzzähler nicht mehr funktioniert, ist dies eine Lösung. Solange Sie noch einspeisen können, ist das bei weitem die einfachste Option."

Erst wenn man für den Strom, den man zurückschickt, kein Geld mehr bekommt, wird es laut Huijben attraktiv, in eine Batterie zu investieren. "Dafür müssen Sie auch Ihren Zählerkasten anpassen. In Belgien ist die Rückgabe des erzeugten Stroms seit letztem Jahr nicht mehr erlaubt, und dort werden viel mehr Hausbatterien installiert. Auch dort gibt es eine Subvention, aber es ist trotzdem eine große Investition. Für die Menschen in den Niederlanden ist es derzeit interessanter, die Rechnung noch ein paar Jahre lang auszugleichen."

Quelle: unbekannt

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